Homeoffice, Streaming und Gaming in der Corona-Krise: Wie geht es unseren Netzen?

 Homeoffice, Streaming und Gaming in der Corona-Krise: Wie geht es unseren Netzen?

Bild: metamorworks/Shutterstock.com

Sozialkontakte vermeiden und zuhause bleiben – die dadurch zunehmende Internetnutzung etwa bei Homeoffice, Netflix, Amazon Prime und anderem ist noch kein Problem, könnte aber eins werden.

Vorsorglich haben Netflix und Youtube als große Videostream-Anbieter jetzt angekündigt, ihr Übertragungsqualität in Europa einzuschränken. Aus Sicht der beiden großen deutschen Anbieter Telekom und Vodafone wäre das nicht nötig.
Sie sehen sich für eine deutlich höhere Auslastung der Kommunikations- und Datennetze in der aktuellen Krise gerüstet. Aus jetziger Sicht werde die Zunahme von Homeoffice und Streamingdiensten zu keiner Situation führen, in der die Netzkapazitäten an ihre Grenzen geraten, erklärte ein Sprecher der Deutschen Telekom.

Gut gerüstet – auch für Gaming und Streaming?

Vom Unternehmen Vodafone heißt es, man sehe derzeit noch keine deutliche Steigerung des Datenverkehrs, gehe aber von einer erhöhten Nutzung in nächster Zeit aus. Auch darauf sei man vorbereitet, vor allem mit Blick auf die klassischen Anwendungen wie HomeOffice, heißt es.

Dass Youtube und Netflix jetzt die Auflösung ihrer Videos reduzieren, macht dennoch sind. Denn Videostreaming und Online-Gaming sorgen für ein besonders hohes Datenaufkommen. Hier heißt es von Vodafone: Spezielle Teams würden die Situation Tag und Nacht sehr genau beobachten und könnten zeitnah Maßnahmen auf den Weg bringen, um bei Bedarf gegenzusteuern.

Netzneutralität gilt nach wie vor

In Deutschland gilt dabei grundsätzlich die so genannte „Netzneutralität“. Das bedeutet, dass alle Daten von den Providern gleichberechtigt behandelt und entsprechend schnell im Netz transportiert werden müssen. Für die Kontrolle der Netzneutralität ist die Bundesnetzagentur zuständig – sie könnte entsprechend auch Anweisungen erlassen, diese Neutralität zeitweise aufzugeben.

Besteht die Gefahr, dass die Netze überlastet werden, können aber auch die Provider eingreifen. Das heißt nicht automatisch, dass Streaming- und Gaming-Anwendungen abgeschaltet werden; technisch ist es auch möglich, diese Anwendungen zu verlangsamen und beispielsweise den Daten der Menschen die im HomeOffice arbeiten, den Vorrang einzuräumen. Da Netflix und Youtube jetzt von sich aus auf die Bremse treten und gar nicht erst so hohe Auflösungen wie bisher herausgeben, dürfte auch das die Netze deutlich entlasten.

Quelle: DLF
quaffel

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